Das Ende einer Durststrecke

Endlich, nach 20 Wochen Enthaltsamkeit konnte wieder einmal gemeinsam gesungen werden. Vincent Jaufmann, unserem rührigen Chorleiter,ist es zu verdanken, dass wir uns nach etlichen Online-Proben nun doch wieder zu einem richtigen Chor wiedergefunden hatten. Unser gewohntes Domizil, das NHU, hatte noch längst nicht die behördlichen Auflagen erfüllt, um dort–wenn auch zunächst nur im Garten –den Chorbetrieb wieder aufnahmen zu können. So lud uns Vincent kurzerhand zu sich in den Garten ein, um eine „erste“ Chorprobe zu absolvieren.

Von Normalität konnte auch hier leider noch lange nicht gesprochen werden; sind doch die strengen Corona-Maßnahmen, nach denen gesungen werden darf, noch immer aktuell und werden es wahrscheinlich noch einige Zeit bleiben. So kam es dann auch, dass wir Abstandsmäßig nur zwei Personen auf einer Viererbank saßen und vor und hinter uns auch noch reichlich Platz war. Dennoch: wir konnten endlich singen. 28 Sänger sinddem Ruf von Vincent gefolgt, hatten sich rechtzeitig angemeldet –und sind auch erschienen! So hallten plötzlich wunderbare Männermelodien wie „Der König in Thule“, „Neuer Morgen“, „Tebje Pajom“ und die Mehul-„Hymne“ durch das abendliche Rudow. Publikum außer den beiden Nachbar-Kindern, als Nackedeis verkleidet, hatten wir sonst nicht, es war ja auch nur eine Probe. Aber trotzdem hat es allen riesigen Spaß gemacht, nicht zuletzt deshalb, weiles in der Pause Getränke und nach der Probe noch einen kleinen Imbiss in Form eines Mini-Baguettesgab, den Christine, Vincents Ehefrau, uns Sängern schnell zubereitet hatte. Große Freude bereiteten auch die neuen Repertoire-Notenhefte, Ausgabe 2020, die uns unser Schatzmeister persönlich aushändigte und die schon einige Zeit im NHU schlummerten. Natürlich gab es sie nur gegen Unterschrift und der Mahnung, sie pfleglich zu behandeln. Was wir natürlich dann auch gerne bestätigten.Wie es nun zukünftig weitergehen soll ist noch ungewiss.

Vincent bot weitere Chorproben bei sich zu Hause an, jedoch unser GV (Geschäftsführender Vorstand) sprach auch bereits von Garten-Chorproben im NHU. Wir werden sehen, ob sich dort etwas tun wird, denn auf Dauer wollen wir der Familie Jaufmann ja auch nicht auf der „Pelle“ sitzen. Diese erste Probe nach 140 Tagen Durststrecke war jedenfalls ein großer Erfolg, dafür danken wir der Jaufmann-Familie von ganzen Herzen für die Garten-Bereitstellung, die Versorgung der Sänger und die vielen Mühsamkeiten wie Auf-und Abbau der Gartenmöbel, der Musik, das Wiederherrichten der Rasenfläche und, und, und …

Schreibe einen Kommentar