Weihnachtskonzert mit Alphörnern
Am 14. Dezember 2025 fand eine Premiere für die Berliner Liedertafel 1884 e.V. statt. Erstmals in der über 140jährigen Geschichte des Gesangsvereins wurde ein Konzert zusammen mit Alphornbläsern gegeben.
Schon bei den ersten Klängen der Alphörner zeigte sich, dass die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wie geschaffen war für dieses Instrument. Der Auftakt jedoch gehörte dem Männerchor. Mit ihrem im Hintergrund des abgedunkelten Kirchenraums vorgetragenen „In Nacht und Dunkel“ (von A. Thoma) wurde eine feierliche, ja fast meditative Stimmung erzeugt. Hiernach erschallten die Alphörner und der Andachtsjodler der Sänger. Weitere Weihnachtslieder ertönten. Mit dem Gospel „Whisper, whisper“ verließ der Chor die Alpen um anschließend in Kenia zu landen und gemeinsam mit den Bläsern das „Eyenga mbotama“ (übersetzt: Am Weihnachtstag) vorzutragen.
Die Alphörner rückten nun in den Mittelpunkt. Unter der Leitung ihres Dirigenten Andreas Frey spielte Alphorn.Berlin 5 äußerst interessant arrangierte Stücke. Schloss man die Augen, bekam man das Gefühl in den Klangwelten der Alpen zu stehen.
Dazu passte dann das Berglied „La Montanara“ vorgetragen von der Berliner Liedertafel. Die Orgel, bedient von Christian Andrew, setzte schließlich zum Abschluss des 2. Liederblocks ein: „Tolite hostias“ (aus dem Weihnachtsoratorium von C. Saint-Saens) wurde mit viel Leidenschaft gesungen.
Anschließend erfolgte ein dialogisches Zusammenspiel zwischen Männerchor und Alphörnern – was für ein spannungsreicher und klangvoller Moment.
Traditionell
endete das Weihnachtskonzert mit dem Orgelspiel und dem sizilianischen Lied „O
santissimo“, welches dann in das „O du fröhliche“ überging.
Und alle sangen
mit: die Berliner Liedertafel, die Alphornbläser und das Publikum.
Chorleiter Vincent Jaufmann schrieb dazu treffend einen Tag später: „Ein aufregender 3. Adventssonntag liegt hinter uns, mit einem außergewöhnlichen Konzert.“ In der Tat!
Rudolf Göddertz


