Tervetuloa Helsinkiin !
(Teil 1: Anreise)
Tervetuloa Helsinkiin! (Herzlich Willkommen!), so stellt sich der Autor dieses Artikels die Begrüßung am Helsinki Airport vor, als der 1. Chorleiter, Olli Patosaari, vom gastgebenden Seniorchor Konkarit unsere Sänger, Fördermitglieder, Freunde der Berliner Liedertafel 1884 e.V. und des MC Cäcilia Berlin 1890 e.V. begrüßte - an jenem Freitagmorgen vor Pfingsten, gegen 11.45 Uhr. Um anschließend in die Innenstadt zum Hotel Helka zu fahren, dort, wo wir die nächsten vier Nächte untergebracht wurden. Warum der Autor dieses Artikels nichts davon mitbekommen hat, obwohl er doch auch zusammen mit seiner Ehefrau in der Pohjoinen Rautatiekatu 23 war? Nun er leidet unter Flugangst und musste deswegen die Reise mit der Fähre von Travemünde aus nach Helsinki antreten.
Doch von vorn: Los ging es für uns schon am Mittwoch gegen 12 Uhr vom Hbf Berlin. Doch los ging es erst einmal gar nicht: „Wegen einer defekten Weiche“ fuhr der ICE nach Hamburg erst gar nicht an. Ca. 30 Minuten später erbarmte sich die DB dann doch, und irgendwann kamen wir letztendlich in der Hansestadt an. Übrigens: unterwegs gab es weitere ungewollte Aufenthalte, u.a. wegen eines vorausfahrenden Güterzuges, usw., usw.. Von Hamburg ging es in die nächste Hansestadt nämlich nach Lübeck, im RE ohne Verspätung! Dort trafen wir auf einen alten Berliner Freund, der eine Stadtbesichtigung mit uns durchführte und uns die wunderschöne Altstadt zeigte. Gegen 23 Uhr fuhr er uns dann zum Hafengebäude nach Travemünde, genauer gesagt zum Skandinavien-Kai. Dort erfolgte der Check-in, und schließlich brachte uns ein Shuttlebus auf die „Finnstar“. Wir erhielten eine Karte für die Innenkabine. Gegen 00.30 Uhr lagen wir in den Kojen und wollten schon einschlafen, als gegen 1 Uhr die Durchsage erfolgte, dass alle Passagiere auf Deck 9 kommen sollten zwecks der obligatorischen Einweisung in die Rettungsübungen. Zum Glück wurde diese Bekanntmachung auch auf Deutsch angekündigt – auf finnisch hätte ich sie nicht verstanden. Schließlich lagen alle in ihren Betten, so dass um 2 Uhr nachts die Abreise erfolgte. 30 Stunden lagen nun vor uns! 30 wunderschöne Stunden, das Schiff lag ruhig, tagsüber blauer Himmel und Sonnenschein, abends ein traumhafter Sonnenuntergang. Ein Gefühl wie auf einem Kreuzschiff!
Freitagmorgen lief die Fähre dann in Helsinki ein, pünktlich um 10 Uhr Ortszeit: (Ein mögliches Vorbild für die Deutsche Bahn?). Der Shuttlebus brachte uns von der Fähre zum Hafengebäude. Weiter ging es mit dem Stadtbus zur Metrostation. Zum Glück konnten wir die Fahrkarten am Automaten vor Ort mit einer normalen EC-Karte erstehen. Entgegen unserer Erwartungen war es sowieso in Helsinki möglich mit Bargeld zu zahlen oder mit einer einfachen EC-Karte, nur in der U-Bahn war eine Visacard nötig.
Noch vor den Fliegern erreichten wir das Hotel und konnten aufs Zimmer gehen und sich ausruhen. Dann wurde es laut im Foyer: die Liedertäfler und Cäcilianer kamen. Auch Thomas, Hannes und Joachim erreichten das Ziel: waren die 3 doch per Auto von Berlin nach Tallinn verreist, um von dort mit der Fähre in die finnische Hauptstadt überzusetzen.
Der Nachmittag und der Abend standen zur freien Verfügung. Und so ging es natürlich erst einmal in die Innenstadt zu den dortigen Sehenswürdigkeiten. Dies ist u.a. der Senatsplatz mit dem alles überragenden Dom von Helsinki. Phantastisch! Runter ging es an den Hafen zum Marktplatz. Dort erwischte uns (und auch allen anderen) eine breite Regenfront, so dass wir in einem der dort aufgestellten quietsch-orangen Zelte Unterschlupf suchten und einen Tee genossen. Zwei Stunden später liefen wir zurück zum Hotel, unterbrochen nur durch eine kleine Abendmahlzeit in einem der sehr schönen Jugendstil-Restaurants im Hauptbahnhof.
Der erste Tag in Finnland neigte sich dem Ende entgegen. Früh ging es aufs Zimmer, stand doch am nächsten Morgen das 1. von 2 Konzerten an, um 10 Uhr in der weltberühmten Felsenkirche oder Tempeliankion kirkko auf finnisch.
Hyvää yöta oder Näkemiinhuomenna!
(Osa 1päättyy!)Rudolf Göddertz