Pfingstmontag ist übrigens kein Feiertag in Helsinki! So konnten wir uns für die morgige Rückfahrt mit Lebensmitteln eindecken. Mittags stand eine dreistündige Schifffahrt durch die finnischen Schären an.  Die deutschsprachige Reiseleiterin hatte viel zu erzählen. Beeindruckend vor allem die Eisbrecher im Hafenbecken gelegen.  Sie dienen u.a. dazu im Winter den Hafen von Helsinki eisfrei zu halten, im Sommer hingegen transportieren sie Waren zu den Bohrinseln. Den freien Abend nutzten wir zur Besichtigung der Alten Markthalle , der Uspenski-Kathedrale, die größte orthodoxe Kirche im nordwestlichen Europa, und dem Jugendstil-Viertel der Halbinsel Katajanokka.

Am Dienstagmorgen hieß es dann Abschied nehmen von Finnland und auch von den Sangesbrüdern. Sie flogen nachmittags zurück nach Berlin, nicht ohne das „Finlandia“ zu singen – im Flughafengebäude kurz vor dem Abflug. Einen Tag später legte dann die „Finnmaid“, also die Fähre, pünktlich am Pier in Travemünde an. Von dort ging die Weiterfahrt per Taxi nach Lübeck, das wir nach zwei Stunden endlich erreichten. Donnerstag erfolgte dann die Zugfahrt über Hamburg nach Berlin.

Damit war zwar die Reise beendet, nicht aber das Projekt „Chorreise Helsinki“. Gab es doch ein Abschlusskonzert und zwar am 30. Mai in der Katholischen Kirche St. Marien in Friedrichsfelde. Hier wurde das Programm aus der Felsenkirche noch einmal aufgeführt.

Und wer denkt, das war es jetzt aber, sieht sich getäuscht: noch einmal wurden Lieder von der Chorreise vorgetragen, nämlich bei #open air, einer Konzertreihe, die im Kolonadenhof der Alten Nationalgalerie angeboten wird. Dort hatten wir die Gelegenheit für rund 30 Minuten Ausschnitte darzubieten. So ertönte das „Finlandia“, die heimliche Nationalhymne Finnlands erneut in der Hauptstadt Deutschlands.

Somit endete ein beeindruckendes Projekt. Dank allen, die daran beteiligt waren und auch mit organisiert haben! Ein unvergessliches Erlebnis und wohl das Highlight der Berliner Liedertafel 2026!

Ich sage: Hei hei! oder Moi moi!

 

                                              Rudolf Göddertz